Mittwoch, 28. Oktober 2009

"Sprichst du eigentlich auch israelisch?"

Nö, tu ich nicht. Israelisch ist nämlich keine Sprache. Israelis sprechen hebräisch.

Aber auch hebräisch kann ich nicht. Das österreichische Hospiz liegt ja bekanntlich im arabischen Viertel der Altstadt Jerusalems. Und Araber sprechen bevorzugt arabisch. Ein paar Wörter kann ich schon ("Wie gehts?" "Gut." "Habibti" ;) "fünf Pitabrote" "einen Minztee" etc.). Ich spiele noch mit dem Gedanken einen richtigen Arabischkurs zu machen. Das hätte hoffentlich den Vorteil, dass man von den Verkäufern hier nicht als Normalo-Touri angesehen und somit weniger abgezockt wird. Bis jetzt hat aber meine Fremdsprachenphobie bei der Entscheidung noch die Oberhand.

An hebräisch werd ich mich vermutlich nicht versuchen. Wir haben sehr wenig mit jüdischen Israelis zu tun und ansonsten können die ja auch alle sehr gut englisch (viel besser als in Deutschland!), sodass sich ein Kurs nicht lohnt.


Ein typisches Straßenschild - oben: hebräisch, in der Mitte: arabisch, unten: englisch

Montag, 26. Oktober 2009

Wir sind Österreich.

...naja nicht ganz. Gefeiert haben wir den Nationalfeiertag gestern trotzdem: ein Empfang für 250 Gäste, Buffets im 1. und 2. Stockwerk, eine Blaskapelle vom österreichischen Militär, Wein en masse auf Kosten des Hauses und und und...

Wir hatten die Ehre die Gäste an Buffet und Getränkeausschank zu bedienen:



Und hier nochmal unser Buffet:


v.r.n.l.: Katrin, unseren neueste Volontärin, Nachwuchskoch Jiries, die berühmtberüchtigtigte Schwester Bernadette... ;)

Samstag, 24. Oktober 2009

Jerusalem Hotel

Den gestrigen Abend haben wir (Martin, Kerstin, Seli, ich) mit ein paar von unsern Mitarbeitern hier im Jerusalem Hotel ausklingen lassen. Mit lecker arabischem Fingerfood, Shisha und Tequila Sunrise.




Selinna beim Shisha rauchen


Aha Seli, so sah also alles für dich nach der Shisha aus.....?!


Selü&Kerstin


Danke lieber Balken, dass du mein Gesicht zensiert hast.

Für Okan:

(draufklicken)

UEFA Europa League: Hapoel Tel Aviv vs. Rapid Wien

Fußball vermiss ich hier ja schon ein bisschen. Mein anfängliches Vorhaben, jeden Samstag die Sportschau zu schauen, hat wegen ungeschickten Schichtzeiten und einfach viiiiiel zu vielen Aktivitäten hier nicht wirklich geklappt.

Dafür waren Philipp, Martin und ich am Samstag in Tel Aviv im Stadion beim Europa League-Spiel gegen Rapid Wien. Als wir recht einsam vor dem Stadion gewartet haben, kamen auf einmal Hunderte von Rapid Fans auf uns zu, die extra für das Spiel nach Israel geflogen sind - das ist wahre Vereinstreue!


Martin und ich vorm Stadion


Philipp&Martin und die Rapid Spieler (in grün) beim Aufwärmen

Für die Rapidler ging das Spiel dann gar nicht gut aus: 5:1 für Tel Aviv. Ziemlich bitter... Wir standen direkt bei den Fans vom Block West (Ultras von Rapid). Spätestens nach dem 5. Tel Aviver Tor waren die sichtlich angepisst.


Der Block West

Und hier das ganze nochmal als Video:

Montag, 19. Oktober 2009

Latest News.......

Jajajajaaaaaaaaaaaaaaaaa! Manche haben es schon mitbekommen: ich habe nachgefragt, ob ich mein Volontariat im Hospiz verlängern kann. Und heute war ENDLICH das Meeting der Hausleitung, wo Markus, unser Rektor, sein Okay für eine Verlängerung gegeben hat! Bis wann ich hier bleib, steht noch nicht genau fest, aber Weihnachten werde ich dieses Jahr auf jeden Fall ohne den deutschen Kitsch erleben! Ich werde mich melden, sobald ich Genaueres weiß........

Freitag, 16. Oktober 2009

Ha-i-fa

Heute gings mal wieder in eine größere Stadt. Haifa, welches nach Tel Aviv und Jerusalem die drittgrößte israelische Stadt ist, stand auf dem Programm!
Unser Ziel: Die Hängenden Gärten der Bahai



ImVordergrund eine Demo mitten auf dem Kreisverkehr und dahinter die Bahaigärten. Die Anlage wurde letztes Jahr übrigens zum Weltkulturerbe ernannt.


Die PERFEKTE Location für eine Hochzeit (siehe links im Bild das Brautpaar, leider war die Braut weniger schön als die Umgebung - purer ekliger, billiger Kitsch! Igitt!)


An der Stelle möcht ich mal noch Seli zitieren (und achtet dabei auf ihre Hautfarbe!):
"Man wir müssen mal wieder an den Strand, ich bin schon wieder so weiß". Aha.



[Bild geklaut]
Dieser Anblick wurde uns leider verwehrt. Es war einfach zu heiß, zum ganz rauf laufen. Jaaaa, bei uns ist es noch Sommer!
34°C plus!


Ein Eis zum Abschluss haben wir uns noch gegönnt. Danach gings dann wieder mit dem Sherut zurück über Tel Aviv nach Jerusalem. Busse sind keine mehr gefahren, da der Shabbat bei den Juden schon am Freitagabend anfängt und da siehts schlecht aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür hatten wir bei der 2-stündigen Rückfahrt einen wunderschönen Blick aufs Meer....

Noch mehr Bilder gibts hier.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Krank sein macht Spaß!

Nach meiner (8-stündigen, natürlich überaus anstrengenden) Schicht heute war mir nicht so gut. Mit Schwindel und schlechtem Gefühl im Magen hab ich mich ins Bett gelegt. Dann kam ein Anruf von Seli aus der Cafeteria.. hab ihr kurz mein Leid geklagt.

Kurz darauf geht die Tür auf und Fräulein Peter steht mit einem Teller mit Teebeutel plus Honig plus Zucker plus Zitronen im Zimmer. Daraufhin folgten minutenweise (wirklich!) besorgte Anrufe von den beiden aus der Cafeteria. "Shall I call a Doctor?" (Tony) "Sollen wir deine Beerdigung schonmal vorbereiten?" (Seli)

Ob das wirklich wahre Besorgnis oder nur eine willkommene Ablenkung von der Caf-Schicht ist, darüber lässt sich streiten... :D

Das Telefon klingelt schon wieder... wenn man vom Teufel spricht


Danke/Thanks/Shukran ihr beiden!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Frühstück!

Weil immer nur Fruchtjoghurt oder Pudding auf die Dauer langweilig wird, hat Tony, einer unserer Mitarbeiter, mir heute zur Frühcafeteriaschicht ein Frühstück der etwas anderen Art mitgebracht:
Man nehme ein Stück Sesamteigkringel, tauche ihn in etwas Olivenöl und danach in Satar (arabisches Gewürz). Dazu noch Falafel - perfekt!

So sah das ganze dann aus:



seeeeehr lecker!

Samstag, 10. Oktober 2009

4 Europäer in Jenin

Wie Leser von Selis Blog schon wissen, haben wir (Johannes - Zivi, Johannes - ehemaliger Volo, Seli, ich) an unserem freien Tag Israel ein weiteres mal verlassen und waren in Jenin/ Westjordanland. Bekannt ist Jenin v.a. weil dort 1953 das gleichnamige Flüchtlingslager für vertriebene Palästinenser nach der Gründung des Staates Israels gebaut wurde.

Was es dort zu sehen gibt? Naja, nichts besonderes eigentlich...

Jenin ist bei den Israelis eher gefürchtet, da es als Hochburg der terroristischen Organisationen "Islamischer Dschihad" und der "Hamas" gilt. Dass es Europäer nicht oft dort hinverschlägt, haben wir sofort gemerkt. Überall wurden wir angestarrt. Als wir durch die Straßen liefen, kam uns eine Horde Kinder entgegen, die an uns begeistert ihre Englischkenntnisse ausprobierten und uns später durch die ganze Stadt gefolgt ist.


Auf dem Rückweg hatten wir dann noch eine, sagen wir mal "interessante" Begegnung mit einem Taxifahrer. Er hat uns gefragt woher wir kommen und sein Kommentar war dann ungefähr: "Oh Germany, it's good. I like it. Hitler is good.....". Als sich bei mir schon der Magen umgedreht hat bei so einer Aussage, hat mich Seli dann grad noch rechtzeitig warnend angeschaut, dass wir lieber unsere Meinung behalten und die Klappe halten sollten. Palästinenser vs. Juden - das ist Nahostkonflikt live.........


Mauer&Maschendraht um eine Schule herum


Unser Fanclub


Mittagessen in einem Café in Jenin - ja.. so ein Tag macht nachdenklich....

Nach Jenin ging es dann weiter nach Nablus, wo wir wieder Margarethe, die 85-jährige shisharauchende Österreicherin besucht haben. Und zum Abschluss haben wir beim Umsteigen in Ramallah noch einen Abstecher zum arabischen Starbucksimitat "Stars and Bucks" gemacht. War ein mega interessanter Tag, der uns wieder mal die andere Seite des Nahen Ostens gezeigt hat, außerhalb der Stadtmauern der "Heiligen Stadt Jerusalem".

Tempelberg

Ein paar Fakten:

Der Tempelberg ist...
* ein Hügel im Südostteil der Jerusalemer Altstadt
* eine der umstrittensten Heiligenstätten die es gibt
* deswegen in letzter Zeit ziemlich oft der Schauplatz von Ausschreitungen zwischen Juden, Moslems und der Polizei!
* fast direkt bei uns vor der Haustür: nur 5 min laufen und man ist da
* trotz der ganzen politischen und religiösen Streiterein eine der schönsten und beeindruckensten Sehenswürdigkeiten, die ich kenne (v.a. der Felsendom)!

1. Oktober 2009: Seli und Tina planen auf den Tempelberg zu gehen, um sich Felsendom und die Al-Aqsa Moschee (muslimisch) sowie die Klagemauer (jüdisch) anzuschauen. Leider ist das gar nicht so einfach. Nicht-Muslime dürfen nur durch einen einzigen Eingang zum Tempelberg und der hat scheinbar willkürlich geöffnet. Also erstmal einen der Straßenverkäufer im Suq fragen nachfragen. Mist, macht erst in einer Stunde auf. Die Zeit bis dahin wird mit Eiskaffee trinken in einem tollen Cafe verbracht:



Dann gings endlich weiter zum Eingang Tempelberg. "Sorry, the Temple Mount will be closed in 2 minutes". Äh, was denn nun??? (Memo: niemals Straßenverkäufer nach Öffnungszeiten fragen!) Die Zeit hat dann jedenfalls doch noch gereicht um ein paar Bilder zu machen:


irgendwelche Säulen.... & Minnaret im Hintergrund


Al-Aqsa Moschee


Felsendom - soo schön!

Montag, 5. Oktober 2009

Grabeskirche - ein bisschen Kultur mit Seli&Martin

Is zwar schon ein paar Tage her, aber Selinna, Martin und ich haben der Grabeskirche einen Besuch abgestattet.
Eigentlich ist "Kirche" für dieses Gebäude untertrieben. Genau genommen ist es ein Labyrinth aus 7 Kirchen, die sich 7 verschiedene christliche Konfessionen teilen müssen und sich deswegen des öfteren um den Platz dort streiten. Schlägereien unter Mönchen sind dort keine Seltenheit.... Hab leider noch nie eine beobachten können ;)

Für meinen Geschmack is die Kirche ziemlich hässlich. Entweder total kalt, steinig und verwahrlost (..letztes Jahr bei der Israelstudienreise haben Dani Riesner&Co dort in einer Ecke eine Art Müllkippe gefunden) oder übetrieben kitschig mit viel Glitzer und Blingbling. Aber macht euch selbst ein Bild:


Grabeskirche von außen - von innen is es viiiiiiiiiiiel riesiger!





Unser kompetenter Reiseführer!


"Ein bisschen Gold und Silber, ein bisschen Glitzer Glitzer"


Polizeizaun mittendrin!


... der Weg in den Abgrund...

Freitag, 2. Oktober 2009

PC putt


Manche haben es ja schon mitbekommen: mein (ueber alles geliebter) Laptop ist gerade ausser Funktion. Die Festplatte is futsch...

Aber dank unserem hauseigenen Super-Techniker Fadi kommt das hoffentlich bald wieder in Ordnung. Solange werd ich leider nicht so oft posten. Aber wird alles bald nachgeholt...