Wie Leser von
Selis Blog schon wissen, haben wir (Johannes - Zivi, Johannes - ehemaliger Volo, Seli, ich) an unserem freien Tag Israel ein weiteres mal verlassen und waren in
Jenin/ Westjordanland. Bekannt ist Jenin v.a. weil dort 1953 das gleichnamige Flüchtlingslager für vertriebene Palästinenser nach der Gründung des Staates Israels gebaut wurde.
Was es dort zu sehen gibt? Naja, nichts besonderes eigentlich...
Jenin ist bei den Israelis eher gefürchtet, da es als Hochburg der terroristischen Organisationen
"Islamischer Dschihad" und der
"Hamas" gilt. Dass es Europäer nicht oft dort hinverschlägt, haben wir sofort gemerkt. Überall wurden wir angestarrt. Als wir durch die Straßen liefen, kam uns eine Horde Kinder entgegen, die an uns begeistert ihre Englischkenntnisse ausprobierten und uns später durch die ganze Stadt gefolgt ist.

Auf dem Rückweg hatten wir dann noch eine, sagen wir mal "interessante" Begegnung mit einem Taxifahrer. Er hat uns gefragt woher wir kommen und sein Kommentar war dann ungefähr: "Oh Germany, it's good. I like it. Hitler is good.....". Als sich bei mir schon der Magen umgedreht hat bei so einer Aussage, hat mich Seli dann grad noch rechtzeitig warnend angeschaut, dass wir lieber unsere Meinung behalten und die Klappe halten sollten. Palästinenser vs. Juden - das ist Nahostkonflikt live.........

Mauer&Maschendraht um eine Schule herum

Unser Fanclub

Mittagessen in einem Café in Jenin - ja.. so ein Tag macht nachdenklich....
Nach Jenin ging es dann weiter nach
Nablus, wo wir wieder
Margarethe, die 85-jährige shisharauchende Österreicherin besucht haben. Und zum Abschluss haben wir beim Umsteigen in Ramallah noch einen Abstecher zum arabischen Starbucksimitat "Stars and Bucks" gemacht. War ein mega interessanter Tag, der uns wieder mal die andere Seite des Nahen Ostens gezeigt hat, außerhalb der Stadtmauern der "Heiligen Stadt Jerusalem".