Meinen gestrigen freien Tag hab ich mit einem Ausflug der etwas anderen Art verbracht. Ich bin mit Samuel, einem unserer Zivis und Emanuel, einem ehemaligen Zivi nach Nablus, einer Stadt in den Palästinensischen Autonomiegebieten gefahren (siehe Karte). In Nablus haben wir dann eine 85-jährige Österreichin besucht, die seit 40 Jahren dort lebt. Zuer
Schon im Vornerein hat mich Emanuel darauf hingewiesen, dass ich mich, wie für Frauen in den Autonomiegebieten "passend" kleiden muss, sprich: lange Hose, lange Ärmel! Und das bei 25-30°, die es an dem Tag hatte!!! War ein sehr komisches Gefühl, nicht anziehen zu können, was man möchte...
Eine weitere sehr krasse Erfahrung waren die unzähligen Plakate die überall an den Hauswänden hingen. Darauf abgebildet waren meist junge Männer mit Waffen, die alle Selbstmordattentäter waren, die für den Kampf gegen Israel ihr Leben geopfert haben. Das waren teilweise schon fast Denkmäler, die errichtet wurden.
Bei Margarethe (die Österreicherin) angekommen, wurden wir megafreundlich begrüßt und bekamen erstmal echte Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Mittagessen. Danach gabs dann einen (sehr leckeren) arabischen Kaffee. Auf der Terasse haben wir uns dann noch einen Tee und (natürlich) eine Shisha gegönnt. Margarethe hat selbstverständlich mitgeraucht. Man beachte, die Dame is 85!
Auf dem Rückweg mussten wir in Ramallah umsteigen, sind noch was trinken gegangen und konnten ohne größere Probleme durch den Checkpoint wieder zurück nach Israel. Alles in allem werd ich diesen Tag ganz sicher so schnell nicht vergessen! ..sowohl in positiver als auch in negativer Erinnerung...
Weitere Bilder:
In der Schreinerei: Tina, Achmad, Emanuel, Samuel - ich natürlich brav mit langer Hose & langen Ärmeln
Ein paar Kinder, die uns auf der Straße in fast akzentfreiem Englisch angesprochen haben, die Bildung scheint dort gut zu funktionieren..
Schon mal ne 85-jährige Shisha rauchen sehen?
Wiener Schnitzel mitten in Palästina
Shishaschläuche im Suq/arabischen Markt
Mjami - zum anbeißen ;)